Subkutane Infusion (Unter die Haut)

Bei einem angeborenen oder erworbenen Immundefekt müssen die fehlenden Antikörper, die normalerweise für die Infektabwehr zuständig sind, ersetzt werden. Ausgeglichen werden kann der Mangel durch von außen zugeführte Immunglobuline. Durch diesen Ausgleich („Substitution“), der subkutan oder intravenös erfolgen kann, wird die natürliche Situation quasi wiederhergestellt. Bei der subkutanen Infusion werden die Antikörper mit Hilfe einer Infusionspumpe direkt unter die Haut gespritzt. Bei der Behandlung

  • werden pro Infusion kleinere Immunglobulinmengen verabreicht als bei der intravenösen Behandlung.
  • sind die Abstände zwischen den Behandlungen deswegen kürzer. Die meisten Patienten führen die Infusion einmal pro Woche durch.
  • bleibt der Antikörperspiegel im Blut durch den kürzeren Zeitabstand der Verabreichung gleichmäßig hoch.

Die subkutane Therapie ist im Allgemeinen gut verträglich. An der Einstichstelle kann es z. B. zu Schwellungen oder Rötungen kommen, die jedoch meistens schnell wieder abklingen. Nach mehreren Infusionen bleiben diese oft ganz aus oder werden weniger.

Infusionsstellen

Die Immunglobuline können an einer oder mehreren Stellen infundiert werden. Empfohlen werden u. a. Bauch und Oberschenkel. Zu beachten: Werden mehrere Infusionsstellen gewählt, müssen diese mindestens 5 Zentimeter auseinander liegen. 

 

Infusion Schritt für Schritt

Detailliert nachzulesen sind die einzelnen Schritte zur Vorbereitung und Durchführung in den folgenden Broschüren. Für die Infusion können verschiedene Pumpen verwendet werden, z. B. die Crono Super PID® Infusionspumpen oder die Micrel MP mlh+® Spritzenpumpen.

    
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Anleitung subkutane Infusion

Video subkutane Therapie

Dieses Video erklärt Ihnen ausführlich die Durchführung der subkutanen Immunglobulintherapie.

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